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Standpunkte: Michael Koehn


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Staat
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"Der Staat muss das machen!" hört man allenthalben an den Stammtischen der Republik. Der Staat soll für geringere Steuern, für mehr Straßen, mehr Güter auf die Bahn und Tausende andere Dinge sorgen.

Vertreter von Wirtschaftsverbänden und Gewerkschaften stehen "Otto Normalverbraucher" um nichts nach. Der Staat sei entweder in der Pflicht für irgendwas zu sorgen, oder aber, sich aus etwas raus zu halten.

Wer ist das eigentlich, dieser Staat? Sind wir das nicht alle? Alle Arbeitnehmer und alle Arbeitgeber. Alle Kinder, Jugendlichen, Mittelalten und Senioren. Alle Männer und Frauen. Alle, die hier leben.

Wenn wir also eifrig nach "dem Staat" rufen, fordern wir uns selbst auf, etwas zu tun (oder etwas zu lassen). Und vielleicht wäre es auch manchmal angebracht, wenn wir alle -ob in irgendeiner Funktion oder als Privatmensch- etwas mehr nachdächten, bevor wir unsere Forderungen stellen (immer die anderen betreffend).

Es beißt sich doch so oft:
Wir wollen auf der einen Seite auf nichts verzichten, weder auf die Autobahn-Verbindung in die hinterste Ecke der Republik, noch auf unser Recht auf körperliche und geistige Unversehrtheit.

Also, Autobahn ja, aber doch nicht in unserer unmittelbaren Nähe!

Oder wir wachen mit Argusaugen auf unsere Steuergroschen (heißt das beim Euro eigentlich immer noch so?), beschubsen das Finanzamt bei der Steuererklärung (das können manche Vorsteuerabzugsberechtige übrigens besonders gut) und fordern auf der anderen Seite immer mehr Leistungen.

Man könnet diese Liste noch endlos fortsetzen, richtiger und wichtiger ist es aber, dass wir uns immer klar sind, dass A) wir der Staat sind und B) man nur soviel aus einer Kasse heraus holen kann, wie man auch hinein steckt.

Mai 2005